Hinter den Kulissen eines Events: So wecken Sie das Interesse des Publikums

Hinter den Kulissen eines Events: So wecken Sie das Interesse des Publikums

Hinter den Kulissen eines Events: So wecken Sie das Interesse des Publikums

Gemeinschaft vor einer Stunde 20 Mindestablesung

Die Vorbereitung von Veranstaltungen wird oft als ein Prozess hinter den Kulissen wahrgenommen: Das Team sucht nach einem Veranstaltungsort, koordiniert das Programm, kommuniziert mit den Referenten, prüft die Technik, erstellt Präsentationsmaterialien, sammelt Material und erledigt unzählige kleinere Aufgaben. Normalerweise bleibt all dies im Verborgenen, und das Publikum bekommt erst die finale Ankündigung und die fertige Veranstaltung zu sehen.

Doch die Vorbereitung kann ein wirkungsvolles Marketinginstrument sein. Menschen interessieren sich nicht nur für das Ergebnis, sondern auch für den Entstehungsprozess. Wenn ein Veranstalter zeigt, wie eine Veranstaltung entsteht, fühlt sich das Publikum stärker mit ihr verbunden. Sie ist nicht mehr nur ein Termin im Kalender, sondern wird zu einer Geschichte, die man verfolgen möchte.

Allerdings funktioniert Content hinter den Kulissen nicht immer. Eine planlose und unstrukturierte Darstellung der Vorbereitung kann unorganisiert wirken. Und die Veröffentlichung zu vieler technischer Details kann schnell das Interesse mindern. Daher sollte Content hinter den Kulissen nicht als zufällige Sammlung von Fotos und Videos genutzt werden, sondern als Teil der Publikumskommunikation.

Warum sollte man die Vorbereitung überhaupt zeigen?

Das Hauptziel von Einblicken hinter die Kulissen ist es, Vorfreude zu wecken. Wenn die Zuschauer immer wieder sehen, wie der Veranstaltungsort vorbereitet wird, wer sprechen wird und welche Details geplant werden, fühlen sie sich nach und nach einbezogen. Sie bekommen das Gefühl, die Veranstaltung habe bereits begonnen, obwohl sie noch Tage oder Wochen entfernt ist.

Diese Art von Inhalten trägt dazu bei, mehrere Ziele zu erreichen.

Erstens macht sie die Veranstaltung lebendiger. Anstatt einer nüchternen Ankündigung mit Datum, Ort und Rednerliste sieht das Publikum die Menschen, die Atmosphäre und den Ablauf.

Zweitens schafft sie Vertrauen. Wenn der Veranstalter die Vorbereitungen zeigt, wird deutlich, dass die Arbeit hinter der Veranstaltung sichtbar ist: Das Team denkt an die Details, prüft den Veranstaltungsort, erstellt das Programm und kommuniziert mit Partnern.

Drittens erinnert sie auf subtile Weise an die Veranstaltung. Man muss nicht jeden Tag sagen: „Tickets kaufen“ oder „Anmelden“. Man kann einen kurzen Einblick in die Vorbereitungen geben und am Ende freundlich daran erinnern, dass die Anmeldung noch möglich ist.

Viertens hilft sie, die Veranstaltung von anderen abzuheben. Viele Veranstaltungen werden ähnlich angekündigt: Thema, Datum, Redner, Ort. Doch die Vorbereitung, die Atmosphäre und die internen Abläufe sind bei jeder Veranstaltung einzigartig.

Was kann vor der Veranstaltung gezeigt werden?

Ein Blick hinter die Kulissen muss nicht kompliziert sein. Einfache und übersichtliche Formate sind oft am effektivsten.

Sie können den Veranstaltungsort vorab zeigen: einen leeren Saal, einen Besprechungsraum, eine Bühne, einen Empfangsbereich, einen Blick aus dem Fenster, Details der Inneneinrichtung. So können sich die Teilnehmenden besser vorstellen, wo sie sein werden.

Sie können die Programmvorbereitung zeigen: wie das Team Themen auswählt, den Zeitplan festlegt, die einzelnen Programmpunkte bespricht, Fragen für eine Podiumsdiskussion formuliert oder ein Networking-Format auswählt.

Die Vorstellung der Referenten ist eine gute Idee. Das kann ein kurzes Video, ein Zitat, ein Foto von den Vorbereitungen, ein Mini-Interview oder ein kurzer Beitrag sein, der erklärt, warum die jeweilige Person eingeladen wurde.

Auch Partner können vorgestellt werden, sofern es sich natürlich ergibt. Beispiele hierfür sind der Veranstaltungsort, das Technikteam, Medienpartner, Fotografen, Caterer oder die Marke, die Geschenke für die Teilnehmer vorbereitet. Wichtig ist, keine formale Logoliste zu erstellen. Erläutern Sie stattdessen die Rolle des Partners bei der Veranstaltung.

Ein weiteres nützliches Format sind Details: Namensschilder, Willkommenstüten, Teilnehmerkarten, Dekorationselemente, der Registrierungsbereich, die Musikauswahl, die Lichtanlage und die gedruckten Materialien. All das vermittelt den Eindruck, dass die Veranstaltung gut durchdacht ist.

Auch das Team kann vorgestellt werden. Gestellte Fotos sind nicht nötig. Manchmal genügt eine kurze Aufnahme von einer Besprechung, einer Ortsbesichtigung oder dem finalen Meeting. Wichtig ist jedoch, dass das Bild ordentlich und professionell wirkt und nicht müde und chaotisch.

Was man besser nicht zeigt

Nicht alle internen Abläufe eignen sich für die Werbung. Manche Dinge behält man besser im Team. Vermeiden Sie es, Konflikte, Stress, Pannen, dringende Probleme und mangelnde Vorbereitung zu zeigen. Manchmal denken Organisatoren, das mache den Inhalt „lebendig“. In Wirklichkeit könnte das Publikum einen anderen Eindruck gewinnen: Die Veranstaltung ist schlecht organisiert.

Vermeiden Sie es außerdem, die Leute mit technischen Details zu überfordern. Die meisten Teilnehmer interessieren sich nicht dafür, wie oft die Sitzordnung geändert wurde, welcher Handwerker die Planung verzögert hat oder warum der Anmeldeschalter verlegt werden musste. Sie wollen wissen, was sie erwartet und warum sie kommen sollten.

Seien Sie vorsichtig mit Inhalten, die zu viel verraten. Wenn Sie das gesamte Programm, alle visuellen Elemente, alle Geschenke, den gesamten Saal und alle Aktivitäten im Voraus zeigen, kann das die Vorfreude mindern. Aufnahmen hinter den Kulissen sollten Interesse wecken, nicht die Veranstaltung selbst ersetzen.

Veröffentlichen Sie keine willkürlichen, qualitativ minderwertigen Aufnahmen, nur um die Veranstaltung actionreicher wirken zu lassen. Schlechte Beleuchtung, ungünstige Perspektiven, vollgestellte Tische, müde Gesichter und Gespräche im Bild können das Image einer Veranstaltung beeinträchtigen.

Wie man ansprechende Einblicke hinter die Kulissen gestaltet

Einblicke hinter die Kulissen sollten die Frage beantworten: „Warum sollte mich diese Veranstaltung interessieren?“ Wenn ein Foto diese Frage nicht beantwortet, ist es möglicherweise überflüssig.

Ein einfaches Foto eines leeren Saals ist beispielsweise wenig aussagekräftig. Zeigt man denselben Saal jedoch und beschreibt ihn als kleine Diskussionsrunde für 40 Personen mit der Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen, ergibt das Sinn. Ein einfaches Foto von einem Laptop und Kaffee ist ebenfalls wenig ansprechend. Bereitet man jedoch Fragen für ein Interview mit einem Referenten vor, kann man eine Frage zeigen oder erläutern, welches Thema das Team vertiefen möchte.

Materialkisten sind in einem Lager ganz normal. Erklärt man aber, dass sie Willkommenspakete für die Teilnehmenden oder Material für einen praktischen Workshop enthalten, wird die Aufnahme Teil der Geschichte.

Ein gutes Behind-the-Scenes-Video lebt fast immer vom Kontext. Man sollte nicht nur den Gegenstand zeigen, sondern auch erklären, warum er für die zukünftigen Teilnehmenden wichtig ist.

Welche Formate eignen sich?

Stories, kurze Videos, Karussells, Countdown-Posts und kurze Notizen vom Team sind allesamt gut für Behind-the-Scenes-Videos geeignet.

Stories eignen sich hervorragend für kurze Momente: Ankunft am Veranstaltungsort, Soundcheck, Vorbereitung der Namensschilder, Begrüßung des Referenten, Aufbau des Empfangsbereichs.

Kurze Videos eignen sich hervorragend für dynamische Momente: Bühnenaufbau, Lichtaufbau, Vorbereitung des Registrierungsbereichs, ein Rundgang, eine kurze Ansprache des Veranstalters oder Referenten.

Ein Karussell kann für eine strukturiertere Präsentation verwendet werden: „So bereiten wir die Veranstaltung vor“, „5 Details, an die wir für die Teilnehmenden gedacht haben“, „Was passiert eine Woche vor der Veranstaltung?“.

Beiträge eignen sich am besten für aussagekräftige Botschaften: Warum wurde das Thema gewählt? Warum wurde ein bestimmter Redner eingeladen? Welchen Zweck verfolgt die Veranstaltung? Welchen Nutzen haben die Teilnehmenden?

So organisieren Sie Inhalte vor der Veranstaltung:

Es empfiehlt sich, nicht alles erst am letzten Tag zu veröffentlichen. Einblicke hinter die Kulissen wirken besser, wenn sie über einen längeren Zeitraum verteilt werden.

Einige Wochen vorher können Sie das Konzept, das Thema, den Veranstaltungsort und die ersten Redner vorstellen. So versteht das Publikum besser, warum sich die Teilnahme lohnt.

Ein bis zwei Wochen vorher können Sie die Programmvorbereitungen, Partner, Details zum Format, Fragen an die Redner, den Anmeldeprozess und die Erwartungen an die Teilnehmenden präsentieren.

Einige Tage vor der Veranstaltung eignen sich letzte Details: der Empfangsbereich, Namensschilder, Materialvorbereitung, Gerätetests und ein Countdown.

Am Veranstaltungstag selbst können Sie den Aufbau, das Teammeeting, erste Eindrücke vom Veranstaltungsort, die Anmeldung und die Atmosphäre vor Beginn der Veranstaltung zeigen. Wichtig ist jedoch, sich nicht zu sehr auf die Dreharbeiten zu konzentrieren und die Veranstaltung selbst aus den Augen zu verlieren.

Nach der Veranstaltung können auch Behind-the-Scenes-Beiträge genutzt werden. Beispielsweise können Sie den Abbau zeigen, dem Team danken, eine kurze Zusammenfassung geben, Fotos von den Vorbereitungen veröffentlichen und das Endergebnis präsentieren. Dies trägt dazu bei, die Wirkung der Veranstaltung zu verlängern und den Aufwand dahinter zu verdeutlichen.

Fehler: Vorbereitungen nur um der Reichweite willen zeigen

Behind-the-Scenes-Beiträge sollten nicht um ihrer selbst willen veröffentlicht werden. Sie sollten einen klaren Zweck verfolgen: Interesse wecken, etwas erklären, Vertrauen aufbauen, an die Anmeldung erinnern, die Atmosphäre vermitteln oder den Wert der Veranstaltung unterstreichen. Wenn das Team täglich wahllos Fotos postet, ohne einen Bezug zu den Vorteilen für die Teilnehmenden herzustellen, verpufft die Wirkung. Die Zielgruppe sieht zwar Aktivitäten, versteht aber nicht, warum sie die Veranstaltung verfolgen oder daran teilnehmen sollte. Weniger Beiträge sind besser, dafür aber mit einer klaren Botschaft. Ein gelungenes Foto vom Veranstaltungsort mit einer kurzen Erklärung, warum dieser für das Format geeignet ist, ist aussagekräftiger als zehn zufällige Geschichten aus Nachrichten und Boxen.

Fazit:

Behind-the-Scenes-Beiträge bedeuten mehr als nur „zeigen, wie wir uns vorbereiten“. Es ist eine Möglichkeit, das Publikum im Vorfeld der Veranstaltung einzubinden, ihre Atmosphäre zu vermitteln und ihren Wert zu erklären.

Ein gelungener Blick hinter die Kulissen wirkt nicht chaotisch. Er zeigt den Ablauf, vermittelt aber gleichzeitig ein Gefühl der Kontrolle. Er enthüllt Details, ohne alles auf einmal preiszugeben. Er stärkt den Teamzusammenhalt, ohne interne Probleme offenzulegen. Richtig eingesetzt, erweckt dieses Format die Veranstaltung schon vor dem offiziellen Start zum Leben. Das Publikum sieht nicht nur das Poster, sondern auch den Weg dorthin – und ist dadurch eher geneigt, daran teilzunehmen.

Zeigen Sie die Vorbereitungen für Ihre Veranstaltungen im Voraus oder halten Sie alles bis zum Veranstaltungstag geheim?


Kommentare (0)

Anmelden um einen Kommentar zu schreiben.

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!